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An ihrer Seite

Seit 50 Jahren sind Fiona (Oscar-Gewinnerin Julie Christie) und Grant (Gordon Pinsent) verheiratet; seine vereinzelten Seitensprünge sind Jahrzehnte her und Fiona hat ihm verziehen. Gelegentlich macht sie noch Andeutungen, die für Spannungen sorgen, dennoch verspricht der Lebensabend glücklich zu werden – bis Fiona immer stärker unter Gedächtnisverlust leidet und man Alzheimer bei ihr diagnostiziert. Schon bald darauf beschließt sie, sich selbst in ein Pflegeheim, das auf Fälle wie ihren spezialisiert ist, einzuweisen. Zum ersten Mal in ihrer Ehe werden die beiden getrennt. Und eine altmodische Aufnahmebestimmung des Pflegeheims Meadowlake sieht vor, dass in den ersten 30 Tagen des Aufenthalts kein Angehöriger die Patienten besuchen darf, damit diese sich ungestört einleben können.

Als Grant seine Frau nach diesen 30, für ihn quälend langen Tagen erstmals besucht, erkennt Fiona ihn nicht wieder. Schlimmer noch, ihre ganze Zuneigung gehört jetzt vielmehr Aubrey (Michael Murphy), einem anderen Heimbewohner. Grant bleibt nichts anderes übrig, als seinen neuen Status als „Bekannter“, der Fiona täglich besucht, zu akzeptieren. Als Aubrey jedoch eines Tages wieder von seiner Frau Marian (Oscar-Gewinnerin Olympia Dukakis) nach Hause geholt wird und Fiona daraufhin in eine schwere Depression verfällt, erkennt Grant, dass ihm das größte Opfer an die gemeinsame Liebe noch bevorsteht ...

David Kleingers findet den Debütfilm faszinierend und anrührend. "Ohne je die Mechanismen des tränenschwangeren Melodrams zu bemühen, schildert [die Regisseurin] einen umso herzzerreißenderen Erkenntnisprozess ... Überhaupt ist AN IHRER SEITE ein stiller, aber nachhaltiger Triumph des kanadischen Kinos…“
Der Spiegel (Link zum Artikel)

Ein reife Leistung sah Michael Althen. "Sarah Polley hat ihren Film jederzeit im Griff, und wer sich daran stößt, dass die eine oder andere Szene zu thesenhaft geraten ist, übersieht einfach, mit welch traumwandlerischem Geschick sich die Regisseurin diesem Thema völlig unsentimental nähert, die Schmerzen und unangenehmen Wahrheiten nicht ausspart und trotzdem von der Liebe und der Würde und der Schönheit des gemeinsam gelebten Lebens erzählt."
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Link zum Artikel)

Herausragend nennt Peter Zander das Regiedebüt. "Ein melancholischer, traurig stimmender Film. Und doch ein herzenswarmer, überaus berührender. Die Jungregisseurin verlässt sich ganz auf ihre Darsteller und ihre Geschichte. Und begeht nicht den Kardinalfehler wie IRIS, ein Film mit gleicher Problematik, in Rückblenden das Glück des Paares in jungen Jahren zu zeigen. Völlig überflüssig. Hier müssen wir nur in die Gesichter sehen, um alles Glück, um allen Schmerz eingegraben zu sehen."
Die Welt (Link zum Artikel)

 

 
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Regie / Drehbuch: Sarah Polley
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Sprache: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Untertitel für Hörgeschädigte
Format:: 16:9,  PAL
Laufzeit: 106 Min.
Extras: Bonus-DVD mit
- Der Tag der in der Handtasche verschwand 45 Min.
- WDR Filmtipp: An Ihrer Seite: 9 Min.

 

ACTRA AWARD
for Gordon Pinsent
DIRECTORS
GUILD OF CANADA
Best Film
WRITERS
GUILD OF CANADA
Best Film
GOLDEN GLOBE
Julie Christie 2008
BAFTRA AWARD
Julie Christie 2008